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K86.net  Historie


K-86 1990 Die Kastanienallee 86 hat Streß mit den Hauseigentümern:

Unsere Situation ist folgende: Unser Haus war zu DDR-Zeiten von der Kommunalen Wohnungsverwaltung (KWV) entmietet worden. Es stand einige Zeit leer, wurde 1990 besetzt und von den BewohnerInnen wieder bewohnbar gemacht. Die KWV, damals gewandelt in die WIP, schloß nach den Aussereinandersetzungen um die Mainzer Straße in Berlin-Friedrichshain Mietverträge mit den BewohnerInnen, zu denen nach der Räumung der Mainzer Straße auch das Tuntenhaus und die BewohnerInnen der Mainzer 6 gestoßen waren.

K-86 1990 In diesem Haus haben sich seit 1990 verschiedene Projekte entwickelt: Im Hinterhaus befindet sich nach wie vor das Tuntenhaus, in dem 18 Schwule leben mit einer unregelmäßig stattfindenden samstäglichen Vokü.
Im Souterrain des Vorderhauses befindet sich die nichtkommerzielle Galerie Walden.
In der hinteren Durchfahrt ist eine Verteilstellen für kostenlose Lebensmittel, die von den umliegenden Supermärkten gesammelt und an arme Menschen verteilt werden.
Zusammen mit den Projekten in der KA 85 befindet sich hier ein wichtiges Zentrum für viele, die in diesem Stadtteil leben.

K-86 1991 Es gab, wie bei vielen Ostberliner Häusern einen Antrag auf Rückübertragung an die früheren Eigentümer. Dieser Rückübertragungsanspruch wurde an einen Steuerberater aus Düsseldorf verkauft, der dann im Jahre 1999 das Haus von der WIP als Eigentümer übernahm.
Im Jahr 2004 wurde das Haus wieder verkauft. Diesmal an die Kastanieallee 86 GBR, die den Herren Brauner, Witte und Schlothauer gehört.

K-86 1991 Dieses Haus befindet sich in einem Zustand, der es nicht erlaubt, allzu hohe Mieten zu verlangen. Die Ausstattung ist auf niedrigem Niveau (Kachelofen, Außentoiletten, keine Bäder in den Wohnungen, Gemeinschaftsbad in der ehemaligen Waschküche auf dem Dachboden).
Den BewohnerInnen ist das mehr als Recht. Die meisten haben nicht sehr viel Geld und ihnen gefällt das Leben in einer großen Hausgemeinschaft. Das soziale Leben ist ihnen wichtiger, als die Bequemlichkeit einer Zentralheizung. Das passt den Hauseigentümern nicht so richtig in ihr Konzept, denn damit kann man nicht genug Geld verdienen.

K-86 1991 Als ersten Schritt diese Verhältnisse zu ändern, haben sie sich überlegt, die Dachböden des Hauses auszubauen und für viel Geld zu vermieten. Das würde für die MieterInnen den Wegfall ihre Gemeinschaftsbäder auf den Dachböden bedeuten. Der notwendige Abriss einiger Kamine, würde den Einbau einer Zentralheizung notwendig machen, die im Endeffekt über eine Modernisierungsumlage von den BewohnerInnen bezahlt werden müsste, obwohl sie gar keine andere Heizung wollen.
Zu allem Übel will auch noch einer der Eigentümer, Herr Schlothauer (mit zwei seiner Freunde), in eines der Dachgeschosse einziehen

K-86 1993 Die Motive der neuen Eigentümer sind sehr einfach: Alle drei verdienen viel Geld. Demzufolge werden auch die von ihnen zu zahlenden Steuern ein Mehrfaches dessen sein, was die BewohnerInnen der Kastanienallee 86 zum Leben zur Verfügung haben. So haben sie sich überlegt einen Teil des Geldes, das sie nicht zum Leben brauchen, in dieses Haus zu investieren, um ihre Steuerschuld zu mindern. Diese Investitionen sollen sich durch steigende Mieten rentieren. Weniger gezahlte Steuern machen das Ganze sehr lukrativ.
Die Wünsche und Lebensvorstellungen der BewohnerInnen sind ihnen egal. Nur weil sie ein Haus gekauft haben, meinen sie, auf die Lebensverhältnisse von 40 Menschen keine Rücksicht nehmen zu müssen und hier machen zu können, was ihnen selbst gefällt. In aller Regel funktioniert das ja auch sehr gut, weil es meistens sehr einfach ist, die einzelnen Mietparteien gegeneinander auszuspielen und sie mit Verlockungen oder Drohungen zu vertreiben oder dazu zubringen Mieten zu zahlen, die sie sich eigentlich gar nicht leisten können.

K-86 1997 K-86 1993 Wir wollen leben, wie wir das die letzten 15 Jahre getan haben, mit selbstbestimmten Regeln, geringen Mieten, ohne ständige Kontrolle, Gängelei oder Drohungen durch die Vermieter und gemeinsam mit Menschen, die ähnliche Ansichten zum Zusammenleben haben wie wir selbst.


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