Foto Haus
Foto Haus Foto Haus Foto Haus Foto Haus Foto Haus Aktionen Foto Haus
Foto Haus
Foto Haus Pressespiegel Foto Haus Historie Foto Haus Links Foto Haus
Foto Haus
Foto Haus Impressum Foto Haus Foto Haus Foto Haus Tour Foto Haus
Foto Haus
Foto Haus
K86.net


Die K86: Für die einen ein Relikt der 90er in Prenzlauer Berg, für die anderen ein Lebensraum wie kein anderer, für wieder andere ein Spekulationsobjekt.

WER WIR SIND

Wir sind die K86, ein Wohnprojekt in dem Menschen verschiedenen Alters sowie unterschiedlicher Identitäten und Herkunft leben — in einem Haus, welches in dieser mittlerweile völlig durchsanierten Straße hervorsticht. Mehrere Generation finden hier ein Dach über dem Kopf: aus mehr als 10 Ländern stammend, mal Cis, mal Trans, mal Nichtbinär, mal Homo, mal Hetero, mal undefiniert. Eine Mischung aus Studierenden und Handwerkenden, Freiberufler*innen, Künstler*innen, Angestellten, Hartz-IV-Empfänger*innen und Sozialarbeiter*innen. Trotz unterschiedlicher Lebensvorstellungen eint uns alle der Wunsch nach einem sicheren und selbstbestimmten Leben. Ein wesentlicher Faktor in diesem Leben ist die eigene wohnliche Situation. In unserem Haus werden verschiedene Modelle des Zusammenwohnens gelebt.
Eines dieser Modelle ist das bekannte Tuntenhaus, ein Projekt, in dem seit den Hausbesetzungen der Mainzer Straße Schwule und Trans*-Personen in einer WG-Struktur mit Gemeinschaftsküchen organisiert sind. Kleinere WG-Modelle und Einzelwohnungen spiegeln die Bedürfnisse und Wohnvorstellungen anderer Personen wider. Diese reichen vom Single-Einzimmerhaushalt bis zum Familienleben in unseren größeren Wohnungen. Dadurch finden bei uns diverse soziale Gruppen einen Platz, die in Prenzlauer Berg kaum vertreten sind und vermutlich an den Rand Berlins gedrängt würden.

WAS WIR WAREN

Unser Haus wurde zu DDR-Zeiten von der Kommunalen Wohnungsverwaltung (KWV) entmietet. Es stand einige Zeit leer, wurde 1990 besetzt und von den neuen Bewohner*innen wieder bewohnbar gemacht. In diesem Haus haben sich seit 1990 verschiedene Projekte entwickelt: Im Hinterhaus befindet sich nach wie vor das Tuntenhaus, in dem derzeit Schwule und Trans*-Personen leben. Der Innenhof ist gleichzeitig eine Verteilstelle für kostenlose Lebensmittel, die von den umliegenden Supermärkten gesammelt und an Menschen verteilt werden, die dieser bedürfen.
Im Souterrain des Vorderhauses befanden sich die nichtkommerzielle Galerie Walden und ein Umsonstladen. Leider liess der jetzige Eigentümer Dr. Brauner die Räume polizeilich räumen und seitdem leer stehen. Zusammen mit den Projekten in der K85 befindet sich hier ein wichtiges soziales, kulturelles und politisches Zentrum für viele, die in diesem Stadtteil leben. Im Jahr 2004 wurde das Haus (wieder einmal) verkauft. Käufer war die Kastanienallee 86 GBR, die den Herren Brauner, Witte und Schlothauer gehörte. Das Haus wurde dank jahrelanger vielfältiger Aktionen der Bewohner*innen nicht zwangssaniert und die Mieten sind dementsprechend für jede*n bezahlbar geblieben.

WAS WIR HEUTE SIND

Heute verströmt das Haus noch immer den Charme der 90er Hausbesetzungsära. Auch an den Idealen von selbstbestimmtem und selbstorganisiertem Wohnen hat sich nicht viel geändert. Wir treffen und entscheiden miteinander, setzen Projekte um, organisieren uns in Veranstaltungen und künstlerischen Vorstellungen, bieten Raum für freie Entfaltung und unterstützen soziale Projekte, die sich beispielsweise für Minderheitenrechte, gegen soziale Ungleichheit oder für Menschen in Not einsetzen. Unser Haus wird von uns selbst eingerichtet und jede*r lässt die eigene persönliche Note mit einfließen. Wir halten instand, gestalten um und pflanzen neu. Unser Haus bietet Arbeits-, Atelier- und Werkstattraum, Gruppenräume für gemeinsame Abende und Parties, mehrere Klaviere, ein Nähzimmer, eine Freebox, ein Fummelstübchen und vieles mehr zum kreativen Austoben.

WAS WIR WOLLEN

Unser Anspruch ist ein Ort, an dem wir eine Alternative schaffen können zur derzeit vorherrschenden Entwicklung. Eine Entwicklung, bei der ein Dach über dem Kopf nicht mehr Grundrecht, sondern Privilegierten vorbehalten ist. Die Mieten sind teurer, die Nachbarschaft zerstreuter, das Zusammenleben unverbindlicher. Wir wollen in einer Gemeinschaft leben, die ihre Entscheidungen selbst fällt und zwar basisdemokratisch und im Konsens, wenn möglich. Von den Menschen also, die das Haus bewohnen und nicht von jenen, die Wohnen und Wohnraum nur als Spekulationsobjekt begreifen.

Das bedeutet für uns:

Bezahlbare Mieten! Niemand sollte gezwungen sein, aufgrund der Lebenssituation aus seinem gewohnten Umfeld gerissen zu werden. Auch Menschen in prekären Verhältnissen haben ein Recht darauf, nicht ausgegrenzt leben zu müssen!

Keine Bevormundung! Wir möchten weiterhin selbst entscheiden, wie wir unser Haus gestalten. Wir wollen weiterhin unsere Projekte umsetzen, ohne ständiger Kontrolle ausgesetzt zu sein. Wir möchten weiterhin Einfluss nehmen auf das, was im Haus und in unserem Kiez passiert. Wir möchten weiterhin mit all unseren Facetten und Meinungen zusammenleben. Ohne Gängelei oder Bedrohung durch eine*n außenstehende*n Vermieter*in.

Kein Ausverkauf der Stadt! Wir stellen uns aktiv gegen Gentrifizierung und Immobilienspekulation, gegen windige Investor*innen und dubiose Briefkastenfirmen. Leerstehende Eigentumswohnungen und totsanierte Häuser gibt es schon zu viele!


  aktionen · pressespiegel · historie · links · tour · impressum